√úbergewicht bei Kindern rechtzeitig abwenden

√úbergewicht bei Kindern rechtzeitig abwenden

Freitag, Januar 5, 2018 14:50

Die Zahl √ľbergewichtiger Kinder in Deutschland steigt zunehmend an. Mittlerweile sind fast 2 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland zu dick! Eine erschreckend hohe Zahl. Nicht besser ist die Tatsache, dass die eigenen Eltern meist ebenfalls unter zu viel Gewicht leiden und mit schlechten (Ess-)Gewohnheiten ihren heranwachsenden Spr√∂√ülingen als Vorbild dienen.

So stehen in (Schul-)Pausen nicht mehr Gem√ľse und Obst auf dem Speiseplan, sondern Fast Food mit Burgern, Pommes, Pizza & Co. Das ist f√ľr den jungen K√∂rper nicht gesund. M√∂glicherweise f√§llt es den Eltern √ľberhaupt nicht auf, dass die eigenen Kinder zu dick sind. Hier schenkt ein pr√ľfender Blick auf die Waage und den Body Mass Index Gewissheit. Sichern Sie sich am besten bei Ihrem Kinderarzt ab, denn nur er kann Ihnen anhand der Wachstumskurve sagen, ob Ihr Kind √ľbergewichtig ist.

Vielleicht haben Sie ja bereits versucht gegen den H√ľftspeck bei Ihrem Kind anzugehen – ohne Erfolg. Bleiben Sie dran oder beginnen Sie sofort, etwas dagegen zu unternehmen. Sonst tragen die Kinder ihr √úbergewicht bis ins Erwachsenenalter mit und es f√§llt ihnen noch schwerer, die √ľberfl√ľssigen Kilos loszuwerden.

Denken Sie an die Gesundheit Ihres Kindes. Sie gef√§hrden seine nat√ľrliche Entwicklung durch k√∂rperliche Einschr√§nkungen und – noch schlimmer – √ľbergewichtige Kinder erfahren soziale Ausgrenzung. Sie werden h√§ufig geh√§nselt, ziehen sich zur√ľck, haben oft weniger Freude und Freunde. Ein Teufelskreis, den Sie rechtzeitig und mit Nachdruck durchbrechen sollten.

Hier ein paar Tipps f√ľr Sie:

1. Ganz wichtig: Gehen Sie selbst mit guten Beispiel voran! Sie haben als Eltern, als Erwachsene Vorbildfunktion. Seien Sie sich dessen immer bewusst. Essen Sie Gem√ľse und Obst vor den Kindern. Trinken Sie Wasser oder Fruchtsaftschorlen. Verzichten Sie auf Softdrinks, Schokoriegel oder Chips (die k√∂nnen Sie essen, wenn die Kinder im Bett oder au√üer Haus sind). Zeigen Sie aktiv, welche Lebensmittel wirklich gesund sind. Probieren Sie √∂fter etwas Neues aus. Stellen Sie eine gro√üe Sch√ľssel mit Obst oder Gem√ľse der Saison auf den Tisch: Trauben, Bananen, Beeren, Aprikosen, √Ąpfel… etc.. Das animiert alle zum Zugreifen.

2. Legen Sie einen Tag in der Woche fest, an dem gemeinsam gekocht wird. Jeder darf mal den Kochlöffel schwingen und einen Kochvorschlag machen.

3. Lassen Sie Ihr Kind etwas anpflanzen. Vielleicht ein eigenes kleines Gem√ľse- oder Kr√§uterbeet im Garten oder auf Ihrem Balkon, das ganz in seiner Verwantwortung liegt. So werden frische Radieschen oder Kr√§uter wie Petersilie, Oregano und Kresse zur spannenden Aufgabe und d√ľrfen direkt ins selbstgekochte Essen oder einfach auf’s Butterbrot.

4. Informieren Sie sich, wo es in Ihrer Region Bio-Bauernh√∂fe gibt. Dort k√∂nnen Sie Tiere bestaunen und hauseigene frische Produkte kaufen. Wie w√§re es mit einem knackigen Salatkopf, gebratenen H√ľhnerbrustscheiben und frischen Kr√§utern aus Ihrem Kr√§uterbeet? Schmeckt auch Kindern lecker‚Ķ

Schwieriger wird es bei Jugendlichen, die sich in den Pausen und im Anschluss an die Schule bei Burger King, McDonalds & Co. versorgen. Hier sind eingehende Gespr√§che (keine Streits) mit den Kindern bzw. Jugendlichen hilfreich. Wichtig ist ein grunds√§tzliches Verst√§ndnis f√ľr Ern√§hrung zu schaffen. Nat√ľrlich ist ein Burger in Ordnung, wenn es aber 7 Tage in der Woche nur noch Fastfood gibt, wird es schwierig.

Denken Sie an die Folgen, die eine solche Ern√§hrung f√ľr die Gesundheit Ihres Kindes haben kann: Bluthochdruck, Gallensteine, Fettstoffwechselst√∂rung bis hin zu psychischen Problemen. Am besten ersparen Sie sich und Ihren Kindern solche schlimmen Gesundheitsst√∂rungen und schaffen solides Wissen √ľber Ern√§hrung, das Sie wiederum an Ihre Kinder weitergeben.

Testen Sie auch kindergerechte fettarme gesunde Rezepte. Ein paar davon finden Sie in K√ľrze auch unter meiner Rubrik Ern√§hrung und Rezepte.

 

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